Basteln mit Kindern für Weihnachten: Karten und Geschenke
Beim Basteln mit Kindern für Weihnachten sind kleine Projekte besonders angenehm: eine Karte, ein Lesezeichen oder ein selbst gestalteter Geschenkanhänger. Mit Papier, Stiften und einem geeigneten Klebestift entstehen persönliche Kleinigkeiten, die sich verschenken lassen. Wähle lieber ein überschaubares Projekt als viele Materialien auf einmal.
In diesem Artikel geht es um Weihnachtskarten und kleine Papiergeschenke. Die Kinder gestalten, während Erwachsene die schwierigeren Vorbereitungen übernehmen. Es sind Vorschläge zum gemeinsamen Ausprobieren, keine Ergebnisse eines Praxistests. Entscheidend ist, was das einzelne Kind bereits kann und woran es Freude hat.
Vor dem Basteln: einen einfachen Arbeitsplatz vorbereiten
Decke den Tisch ab und lege nur das Material für die ausgewählte Idee bereit. Für die meisten Vorschläge reichen festeres Papier, buntes Papier, Stifte und ein für das Kind geeigneter Kleber. Falls eine Schere gebraucht wird, begleitet ein Erwachsener das Schneiden oder bereitet die Formen vor.
Richte dich bei Farben, Klebstoffen und Werkzeugen nach den Herstellerangaben. Kleine Dekoteile und lose Perlen sind für diese Projekte nicht nötig. Verzichte ebenso auf Heißkleber und echte Kerzen am Basteltisch. Jüngere Kinder können große Formen bemalen oder aufkleben, während ältere Kinder mehr Gestaltungsschritte selbst übernehmen.
Lege gleich einen freien Platz zum Trocknen fest. Eine Karte, die eben noch nass ist, sollte nicht sofort in den Umschlag. Praktisch ist außerdem ein Blatt für Probestempel und Farbversuche: Dort kann das Kind zunächst ausprobieren, wie viel Farbe es verwenden möchte.

1. Weihnachtskarte mit einem Baum aus Papierstreifen
Du brauchst: Eine gefaltete Karte, buntes Papier, einen Klebestift und Stifte. Reste von sauberem Geschenkpapier eignen sich ebenfalls, wenn sie sich gut kleben lassen.
- Bereite unterschiedlich lange Papierstreifen vor. Große, gut greifbare Streifen sind leichter als sehr schmale.
- Lege sie zunächst lose auf die Karte: der längste unten, darüber immer kürzere.
- Klebe die Streifen nacheinander auf. Zwischenräume dürfen sichtbar bleiben.
- Zeichne einen Stamm und oben einen Stern dazu.
- Schreibe gemeinsam einen Weihnachtsgruß in die Karte.
Es muss kein gleichmäßiger Baum entstehen. Schiefe Streifen und unterschiedliche Muster machen die Karte persönlich. Wenn das Kind noch nicht schreiben möchte, kann es diktieren. Ein Erwachsener notiert den Satz und lässt Platz für eine eigene Zeichnung oder ein Zeichen des Kindes.
2. Eine Karte mit gemalten Weihnachtskugeln
Du brauchst: Eine Karte, Stifte und optional eine laut Hersteller für das Kind geeignete Fingerfarbe. Ohne Farbe funktionieren große bunte Kreise genauso gut.
- Zeichne oben auf die Karte einen einfachen Zweig oder eine waagerechte Linie.
- Setze darunter mehrere große farbige Punkte. Mit Fingerfarbe probiert ihr den Abdruck zuerst auf einem Extrablatt.
- Lass die Farbe trocknen.
- Ergänze mit einem Stift Aufhängungen zwischen Punkten und Zweig.
- Füge einen kurzen Gruß hinzu, zum Beispiel „Frohe Weihnachten von uns“.
Das Kind kann die Farben selbst auswählen. Ein paar große Kugeln sind ausreichend; die ganze Karte muss nicht gefüllt sein. Wenn mehrere Karten gebraucht werden, stellt sie nebeneinander fertig, ohne aus der kleinen Bastelzeit eine lange Produktionsrunde zu machen.
3. Ein winterliches Lesezeichen verschenken
Du brauchst: Einen Streifen festen Karton, Stifte und flache Papierstücke. Dieses Geschenk passt zu Menschen, die gern lesen.
- Schneide einen Kartonstreifen zu, der bequem in ein Buch passt. Die Form darf rechteckig und schlicht bleiben.
- Gestalte ihn mit gemalten Sternen, Punkten oder kleinen aufgeklebten Papierformen.
- Schreibe auf die Rückseite einen persönlichen Satz, etwa „Für deine nächste Lesepause“.
- Lass alles vollständig trocknen und prüfe, ob noch lose Teile abstehen.
Verzichte auf dicke Verzierungen, die das Buch unnötig aufdrücken. Besonders schön ist eine kleine Verbindung zum Empfänger: seine Lieblingsfarbe oder ein gezeichnetes Motiv aus einer gemeinsamen Geschichte. Das Lesezeichen kann einer Weihnachtskarte beiliegen.

4. Ein kleines Erinnerungsbuch zum Aufklappen
Du brauchst: Einen längeren Papierstreifen, Stifte und einige kleine ausgedruckte Fotos, deren Verwendung in der Familie abgestimmt ist. Statt Fotos funktionieren Kinderzeichnungen.
- Falte den Papierstreifen abwechselnd nach vorn und hinten, sodass mehrere Felder entstehen.
- Lege fest, welche Seite das Titelblatt wird.
- Gestalte die Innenfelder mit je einem Foto oder einer Zeichnung.
- Ergänze kurze Bildunterschriften, die das Kind selbst formulieren darf.
- Falte das Buch vorsichtig zusammen und prüfe, ob es sich ohne Widerstand schließen lässt.
Beschränkt euch auf eine kleine Geschichte, beispielsweise einen Besuch oder einen Ausflug. Das Kind muss nicht ein ganzes Jahr zusammenfassen. Ein Bild und ein eigener Satz können als Erinnerung bereits viel erzählen.
5. Geschenkanhänger aus einer eigenen Zeichnung
Du brauchst: Festes Papier, Stifte und Kleber. Ein Erwachsener kann die fertigen Anhänger später am Geschenk befestigen; ein Loch oder eine Schnur ist nicht zwingend erforderlich.
- Lasst das Kind ein Blatt mit Linien, Sternen oder Farbflächen gestalten.
- Wählt zusammen einige besonders schöne Ausschnitte aus.
- Schneidet daraus große Rechtecke und klebt sie bei Bedarf auf einen zweiten Karton.
- Schreibt den Empfängernamen auf eine freie Fläche oder auf die Rückseite.
Das funktioniert auch mit einer Zeichnung, die nicht wie geplant geworden ist. Fragt das Kind aber vorher, ob sie dafür verwendet werden darf. Eigene Bilder werden nicht ungefragt zerschnitten. Mit einem einzigen gestalteten Blatt können mehrere unterschiedliche Anhänger entstehen.
6. Ein Gutscheinheft mit wirklich machbaren Ideen
Du brauchst: Einige kleine Papierblätter, Stifte und einen größeren gefalteten Umschlag. Eine Heftklammer ist nicht nötig.
- Überlegt zwei oder drei gemeinsame Aktivitäten, die das Kind gern verschenken möchte.
- Gestaltet für jede Aktivität eine eigene Karte: etwa gemeinsam ein Buch anschauen oder ein Bild malen.
- Schreibt dazu, wer bei der Umsetzung hilft.
- Legt die Karten in den Umschlag und bemalt ihn.
Erwachsene sollten nichts versprechen, das später organisatorisch nicht möglich ist. Ein kleiner konkreter Wunsch ist besser als „Wir machen alles, was du möchtest“. Das Geschenk soll Freude machen, ohne das Kind zu einer unüberschaubaren Gegenleistung zu verpflichten.
So bleibt die Bastelzeit entspannt
Zeige die erste Handlung und lass dann Raum für eigene Entscheidungen. Statt jede Linie zu korrigieren, frage: „Wo soll dein Stern hin?“ Wenn das Kind genug hat, darf die Karte fertig sein. Unfertige Projekte können auf dem Trockenplatz auf den nächsten Tag warten.
Für ein anschließendes Familienfoto räumt ihr Farben und Kleber erst weg. Wer abgestimmte Festtagskleidung mag, findet in der Kollektion Weihnachtspullover Familie passende Ideen. Zum Basteln selbst ist unempfindliche Kleidung praktischer; ein Weihnachtspullover ist kein Schutzkittel.
Was schenkt ihr am Ende?
Lasst das Kind auswählen, welche Karte zu welcher Person gehört. Schreibt bei Bedarf Namen und Jahr auf die Rückseite. Verpackt nur vollständig getrocknete Arbeiten. Dann habt ihr nicht einfach Weihnachtsbasteleien gesammelt, sondern kleine persönliche Geschenke gestaltet — jedes mit einer eigenen Idee des Kindes.
Titelbild: RDNE Stock project / Pexels. Symbolfoto; keine Produktabbildung von Cosy Family.